Über die Gose

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Über die Gose

In der noch einzigen, an historischer Stelle existierenden, Gosenschenke weltweit!

Was ist Gose?

Gose ist ein leicht säuerliches obergäriges Bier, welches vor ca. 1000 Jahren erstmals in Goslar (Harz) gebraut wurde und 1738 nach Leipzig kam. 
Nach und nach wurde es DAS LEIPZIGER BIER. So hieß es: Die Studiosen tranken so 2-20 Gosen!

Und auch der Student Goethe hat Gose getrunken.

Man trinkt Gose:

Pur 
Mit einem Sirup rot oder grün (das ist der Sonnenschirm)
Mit Kirschlikör (das ist die „Frauenfreundliche“) 
Mit einem Kümmellikör (Allasch, das ist der „Regenschirm“) 
Mit Curacao (das ist der „Blaue Engel“) 
Mit Bananen- & Erdbeersaft 

Die Gose ist nicht nur bekömmlich, anregend und moussierend wie Sekt, sondern soll auch eine potenzfördernde Wirkung ausüben! Das hat nicht nur „Der alte Dessauer“ bewiesen!

Geschichte Der Gose

Die Geschichte der Gose, dem Leipziger Nationalgetränk, mit besonderem Bezug zur Stadt Leipzig wurde erstmals ausführlich in dem Buch „Gose-Häppchen“ beschrieben. Im Jahre 2005 erschien das erste umfangreiche Buch zur Gose, „Das Buch Gose“ (Die sog. „Gose-Bibel“, Autor Bernd Weinkauf, Herausgeber: Dr. H. Hennebach). Diese Bücher sind in der „Gosenschenke Ohne Bedenken“ (auf Wunsch signiert) zu kaufen. 

980 bis 1000 
Kaiser Otto III. lässt das „Goslarisch Bier“, die Gose, erstmals in Goslar brauen. Man nahm das Wasser des Harzflüßchens Gose. 

1375 
In Anhalt-Zerbst bestätigt Fürst Johann I. die Brauerei-Innung und erlässt ein sehr frühes Gebot zur Reinheit der Gose. 

1712 
Fürst Leopold von Anhalt-Dessau (der „Alte Dessauer“) läßt auf seiner Domäne Glauzig (bei Köthen) die sog. „Gludsche Gose“ brauen. 

1738 
Der „Alte Dessauer“ liefert erst mal Gose von Glauzig nach Leipzig-Eutritzsch. In Eutritzsch entsteht die erste Gosenschänke bei Leipzig. 

1824 
Im Rittergut Döllnitz des Kaufmanns Johann Gottlieb Goedecke beginnt Braumeister Johann Philipp Ledermann mit der Herstellung der Gose. Die einzigartige „Döllnitzer Rittergutsgose“ ist geboren! 

1899 
Die Wirtsfamilie CAJERI müssen ihre „Döllnitzer Gosenstube“ im Zentrum Leipzigs aufgeben. Sie gründen in Leipzig-Gohlis die Gosenschenke „Ohne Bedenken“, welche als einzige Original-Gosenschenke noch heute existiert. 

1930 
Der Goseabsatz stagniert und ist rückläufig. Ein Grund ist das „neue“ Bier, das Pils, welches über Radeberg/Dresden auf den deutschen Markt drängt. 

1943 
Bei den schweren Bombenangriffen am 3. und 4. 12. werden zahlreiche Gosenschenken fast vollständig zerstört: so auch ein Großteil der „Gosenschenke Ohne Bedenken“ 

1945 
Das Rittergut Döllnitz wird enteignet. Die Brauerei wird demontiert. Bis 1949 gibt es in Leipzig keine Gose. Weizen wird auch dringend als Brotgetreide gebraucht. 

1949 
Der Leipziger Braumeister Friedrich Wurzler stellt in einer kleinen Brauerei wieder die Gose her. Er beliefert u. a. das legendäre Hotel Fröhlich. Die Firma Wurzler schließt die Brauerei 1966. Erneut eine für Leipzig goselose Zeit beginnt. 

1958 
Außer „Hotel Fröhlich“ müssen alle Gosenschenken schließen, so auch die berühmte Gosenschenke „Ohne Bedenken“. 

1986 
Lothar Goldhahn läßt auf Grundlage eines „Werkstandard zur Herstellung der Gose“ (alte Rezeptur) in der Weißbierbrauerei des VEB Getränkekombinat Berlin (Schultheißbrauerei) wieder Gose für Leipzig brauen. 

1986 
Am 14. Mai wird die Gosenschenke „Ohne Bedenken“ nach wunderbarer Rekonstruktion wieder eröffnet. Ein Jahr später wird der historische Biergarten wieder eingeweiht. 

1990 
Dr. Hartmut Hennebach (bisher Geschäftsführer) wird Pächter und später Besitzer der noch einzigen Gosenschenke. Lothar Goldhahn übernimmt die Löwenbrauerei Dahlen und braut dort ab 1991 Gose für Leipzig (Braumeister Böttcher). 

1995 
Die Löwenbrauerei Dahlen schließt ihre Pforten. Das Brauen der Gose übernimmt ab 1996 Herr Thomas Schneider als Inhaber der Weißbierbrauerei in Weißenburg bei Nürnberg. Als Braumeister kann Herr Böttcher aus der Brauerei Dahlen gewonnen werden. 

1999 
Die Döllnitzer Gosebrauerei W. Goedecke & Co. wird wieder gegründet (Goedecke & Jähnichen); heutige Braustätte ist die Brauerei Reichenbrandt bei Chemnitz.

2000 
Herr Thomas Schneider verlegt seine Goseproduktion von Weißenburg nach Leipzig. Am Bayrischen Bahnhof errichten die Deutsche Bahn-AG und T. Schneider die Gosebrauerei „Bayrischer Bahnhof“. In Leipzig angeboten werden ab jetzt: Die Gose vom Bayrischen Bahnhof als „Leipziger Gose“ und die „Döllnitzer Rittergutsgose“.

2012     

Am 5. Oktober verstirbt der der  Inhaber Dr. Hartmut Hennebach nach schwerer Krebserkrankung. Zuvor vertraut er seinem langjährigen Geschäftsführer Jens Gröger die Gosenschenke an. Somit ist dieser der neue Inhaber und Gosewirt der Gosenschenke und führt Geschäfte ganz im  Sinne des historischen Vermächtnisses weiter.

2017

Im Juli 2017 beginnt dieser in einem ehemaligen Lagerraum im Biergarten mit der Produktion der „Edelgose“. Damit wird erstmals in der fast 120-jährigen Geschichte „Ohne Bedenken“ gebraut.  

Goseanna! 
(Prosit)

– seit 1899 –